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Rezension: Deutscher Manufakturen Führer- Deutsche Standards

Dieses Nachschlagwerk thematisiert rund 300 Manufakturen in Deutschland, die sich dem Sinn für Schönheit, auch der Tradition und Innovation verpflichtet fühlen und deren handgefertigte Produkte sich durch Nachhaltigkeit und Qualität auszeichnen. 

Herausgeber des Buchs sind Wigmar Bressel, der Vorsitzende des Verbands Deutsche Manufakturen e.V., der Galerist Pascal Johannsen und der Verleger Olaf Salié. Nach deren gemeinsamem Grußwort hat man Gelegenheit,  zunächst das Vorwort von Dr. Frank Müller zu lesen. Er schreibt regelmäßig über Manufakturen, Lifestyle und Luxus und wirkt als Dozent am European Business College. 

Der Deutsche Manufakturenführer 2015 möchte die Leser dazu einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen. Vorgestellt werden 300 Manufakturen. Man erfährt jeweils, was Schönes hergestellt wird und wo sich die Stätten befinden. Dabei beantwortet das Buch die Frage, ob Besuchsmöglichkeiten bestehen, wie die Öffnungszeiten ausschauen und wie man die Manufakturen am einfachsten kontaktieren kann. 

Das Werk macht eine bequeme, optimale Reiseplanung möglich, die gezielte Suche nach Produktkategorien, Branchen als auch Regionen. Nicht unerwähnt bleibt, ob Vorort ein Geschäft zum Werkseinkauf einlädt oder ob e-Shopping möglich ist. Zudem erfährt man, ob bei der Herstellung auf Kundenwünsche eingegangen wird. Ferner gibt es ein Kapitel Warenkunde und man liest auch, ob ein Betrieb ausbildet oder sich in der Nähe ein Museum befindet. 

Man lernt Handwerkskünstler und Kunsthandwerker kennen, erfährt Wissenswertes zum Begriff Manufaktur, die gekennzeichnet ist durch einen relativ hohen Anteil manueller Wertschöpfung an Produkten, die nicht selten einen traditionellen, kunsthandwerklichen, traditionellen und wegen der geringen Stückzahlen exklusiven Charakter aufweisen. 

Dabei verhält es sich heute so, dass viele Manufakturen ein geradezu symbiotisches Verhältnis zwischen präziser maschineller Basisfertigung und extremer künstlerisch –handwerklicher Veredelung aufweisen. Man liest zunächst Näheres zum Verband "Deutsche Manufakturen e. V." und auch zur Wanderausstellung "Handmade in Germany", die bis 2016 weltweit gezeigt wird und mit ihrer Idee an die Walz anknüpft, einer Tradition, die das deutsche Handwerk seit Jahrhunderten pflegt. 

Die Ausstellungsstücke sind allesamt Manufakturprodukte wie etwa mechanische Meisterwerke der Uhrenmacherkunst, auch ziselierte Schmuckstücke, filigrane Pozellanservice oder handbestickte Tücher. 

Man erfährt mehr zur Initiative Deutsche Manufakturen, auch zum Manufakturhaus und zum sogenannten Meisterkreis, der Menschen, Unternehmen, Institutionen, die für Kultur, Kreativität und höchste Qualität aus Deutschland stehen, vereint. 

In der Folge dann werden die Manufakturen vorgestellt. Sich mit diesen zu befassen, ist sehr spannend. Jedem Kapitel ist eine Karte vorgeschaltet, der man entnehmen kann, wo die einzelnen Manufakturen positioniert sind. 

Spezielle Manufakturen an dieser Stelle hervorzuheben, führt zu weit. Mir hat das Buch eine Welt eröffnet, mit der ich mich ausgiebig zu befassen gedenke, um die Leser auf "Buch, Kultur und Lifestyle" mit diesem spannenden Thema vertraut zu machen, das einer Philosophie zugrunde liegt, die man unterstützen sollte, wenn man es mit Begriffen wie Nachhaltigkeit wirklich ernst meint.

Empfehlenswert 

 Helga König

Überall im Buchhandel erhältlich
ISBN: 978 3942 597388

Rezension: Verändere Dich Selbst!- Das Buch für und über dich- Hans Wegener

Hans Wegener ist der Autor dieses hervorvorragenden Ratgebers, dessen Cover ich erstmals auf Twitter sah und mich von den Farben sehr angesprochen fühlte. Erinnert fühlte ich mich an Bilder aus dem Inneren des Vesuv und war sofort von der visualisierten Energie begeistert.

Wegener fordert dazu auf, sich selbst zu verändern. Dazu ist Energie nötig, insofern ist das Cover vortrefflich gewählt. Wer Leser von Eckart Tolle und Dr. Dahlke ist, dem ist der Denkansatz von Hans Wegener nicht fremd. Der Autor befasst sich zunächst mit verschiedenen Lebenskomponenten, so etwa der Zeit, dem Verstand und der Lebensenergie.

Er schlägt vor, dass man seine Lebenssituationen zu Papier bringen möge, um sich ihrer bewusst zu werden und einen besseren Überblick über positive Veränderungen zu erhalten.

Ziel des Buches ist es, das Leben in der Weise zu verändern, dass man die Frage "Wie geht es mir?" stets positiv beantworten kann.

Um Veränderung zu bewirken, wartet der Autor mit fünf Grundübungen auf. Dabei gefällt mir, dass er mit der Übung "Die Natur wahrnehmen" beginnt. Durch diese Übung lernt man zu erkennen, dass Ruhe dann in uns Einkehr hält, wenn man keinen zeitlichen Zwang spürt. Erst dann kann man Natur harmonisch wahrnehmen. Wer begreifen lernt, dass unser Universum nach eigenen Gesetzen lebt und Zeit hier völlig unerheblich ist, wird auch begreifen lernen, dass das Jetzt, der Moment ist, auf den es ankommt.

Den Ist- Zustand unserer Zeit gilt es genau zu beobachten. Hier heißt es nicht mehrere Dinge zeitgleich zu machen, weil dies zu Zeitnot führt. Die eigene Zeit zu überdenken und zu recherchieren, ob man Sklave seiner selbst und seiner Zeit ist, darum geht es auch in diesem Ratgeber.

Die weiteren Übungen heißen "Einen neuen Weg finden",  "Die Vergangenheit annehmen", "Innere Zufriedenheit" und "Quelle Deiner Lebensenergie". 

Auch Wegener hält nichts vom Bewerten, sondern empfiehlt zu beobachten und hier speziell zunächst die eigenen Gedanken (Idee, Eingebung, Kreativität). Sie zuzulassen, jedoch sie nicht zu bewerten und sich  die Chance zu eröffnen, durch sie Neues anzugehen, das sollte Ziel sein. 

Ich möchte nicht zu viel verraten, besonders, was Wegeners Vergangenheitsannahmeübung anbelangt. Alles anschauen, nicht bewerten, Schmerz zulassen, dies ist das Credo. So befreit man sich vom Gestern. Ich weiß, dass es funktioniert, zumeist jedenfalls.  

Sehr gut reflektiert der Autor Bewusstseinsbilder. Sie bestimmen den Erfolg oder Misserfolg unserer Handlungen. Wegener zeigt, wie man Bewusstseinsbilder erfolgreich einsetzt. Es auszuprobieren, heißt auch zu erkennen, dass der Autor keinen Unsinn von sich gibt. Wir allein bestimmen, was mit uns geschieht, welche Schwingungsebenen wir zulassen.

Die Macht positiver Bilder benutzen, genau darum geht es, wenn man sein Leben verändern und innere Zufriedenheit erlangen möchte. 

Um seine Lebenszeit besser zu gestalten, wartet Hans Wegener mit 11 Lebenszeitregeln auf und erläutert diese näher. Meine Lebenserfahrungen haben mich gelehrt, dass all die genannten Lebensregeln von großer Klugheit zeugen und man sie stets umsetzen sollte.

Das aber ist nicht immer einfach. Hans Wegener zeigt die Möglichkeiten auf. Sich von ihm helfen zu lassen, lohnt sich. 

Empfehlenswert.

Helga König 

Anbei die Links zum Bestellen deines Ratgebers:

Gedrucktes Buch: http://www.amazon.de/dp/150777933X 

EBook: http://www.amazon.de/dp/B00R6C7IVY

Rezension: 10 Gebote um Absturz zu vermeiden- Erfolgsstrategien für Beruf und Alltag- Stefan Glowacz- Delius Klasing

Autor dieses  spannend zu lesenden Buches ist Stefan Glowacz. Der Sportler hat seine Erfahrungen in puncto Abstürzen in den letzten 35 Jahren als Extremkletterer gesammelt. Zunächst war er allein als Free-Solo-Kletterer ohne jegliche Sicherung unterwegs bis er mit harten Folgen abstürzte. Heute klettert er erfolgreich mit hochkarätigen Teams und Sicherung. 

In seinem Buch gibt er seine Erfahrungen weiter, zeigt wie man Ziele ohne folgenschwer abzustürzen erreicht, indem man präzise kommuniziert und ein motiviertes Team an seiner Seite weiß. Der Autor, der gemeinsam mit Mila Hanke das Buch verfasst hat, vermittelt Erfolgsstrategien für Beruf und Alltag.

Glowacz wartet mit 10 Geboten auf, die ihn das Leben als Bergsteiger lehrte und erläutert diese anhand seiner Erlebnisse in 10 Kapiteln. Schon beim ersten Blick, sprich bei der Auflistung der Gebote,  erkennt man als nicht ganz unerfahrener Mensch, dass hier nichts an den Haaren herbeigezogen ist und man jedes der Gebote wirklich ernst nehmen muss. 

Da ich nicht zu viel über den Inhalt verraten möchte, verkneife ich es mir, alle Gebote hier aufzulisten und die Erfahrungsberichte verkürzt zu skizzieren. Diesen Mix aus Erfahrungsberichten, Fotos von den  mutigen Exkursionen im Hochgebirge etc. sowie  den gedanklichen Konsequenzen daraus, sollte man nicht als Exzerpt verinnerlichen, sondern sich Zeile für Zeile und Bild für Bild bewusst machen, um aus den Erfahrungen dieses Mannes zu lernen. Aus Erfahrungen anderer zu lernen,  ist ja bekanntermaßen kein Spaziergang.

Wissen sollte man, dass man  von seinen Zielen überzeugt sein muss, ansonsten wird man nach unten gezogen. Man kann sich nur dann für etwas wirklich einsetzen, wenn man einen Sinn darin sieht. Wer seiner Überzeugung konsequent folgt, benötigt, so die Erfahrung Glowaczs, immer neue Ziele. Die Überzeugung beinhaltet, sofern man wirklich  etwas erreichen möchte, stets auch den Glauben an eine Chance.

Rückschläge bedingen, dass man die Strategie überdenken muss und eine Sache noch mal anders angehen soll. Dieser Prozess sei unvermeidlich, wenn man Neuland betritt. Sobald man Neuland betreten hat und Innovatives wagt, insofern nicht auf Erfahrungen zurückgreifen kann, ist man nicht selten gezwungen, zunächst einen Schritt zurückzugehen, um anschließend zwei nach vorne zu setzen. 

Unbekanntes nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als motivierende Herausforderung, Fehler zuzulassen und zu akzeptieren, weil sie wertvolle Informationen liefern, darum geht es auch, wenn man nachhaltigen Erfolg anstrebt. 

Der Autor ist fest davon überzeugt, dass der vorrangige Antrieb für die Bewältigung einer Krisensituation die Leidenschaft für etwas sei. Das sehe ich auch so und ich bin mir auch sicher, dass man nicht primär an das Siegen denken sollte, sondern  wohl eher  an die Bewältigung der Schritte, die zum Erfolg führen können. 

Glowacz schreibt nicht nur über seine Erfahrungen beim Bergsteigen, sondern auch über emotionale Schwierigkeiten im Privatleben und zeigt, dass es gerade emotionale Ausnahmesituationen sind, an denen man am schwersten zu knabbern hat. Klar wird bei allem, dass Weiterentwicklung nur durch Stürzen möglich ist, da jeder Sturz, ein kleiner Schritt auf dem Weg zur großen Lösung darstellt. 

Zur Sprache gebracht wird zu dem Flexibilität. Wer nachhaltigen Erfolg haben möchte, muss u.a. auch spontan umdenken und loslassen können, um sich auf neue Situationen einzustellen, wenn dies nötig ist. Nach Ansicht des Autors sind es Aufgeschlossenheit, Weitblick und die Neugierde auf das Unbekannte, die einen erfolgreichen Visionär ausmachen. Dies gelte im Sport ebenso wie in der Wirtschaft. 

Interessant, was der Extremsportler zur Auswahl eines Teams sagt. Er berichtet u.a. von einer Antarktisexpedition und verdeutlicht, worauf es bei einem gut funktionierenden Team ankommen muss und wie man es zusammenstellt. Gemeinsam an einem Strang zu ziehen, ist eine Grundvoraussetzung, wenn etwas klappen soll. Das bedeutet auch, dass man selbst unter Stress respektvoll miteinander kommuniziert, weil das Ziel im Vordergrund steht. Seite für Seite begreift man die Facetten der Grundlagen für nachhaltigen Erfolg immer besser und wird sich bewusst, dass Menschen, die in der Jugend viel Sport gemacht, damit auch Erfolgsstrategien erworben haben, die sich andere erst mühsam aneignen müssen. 

Wie Glowacz hervorhebt, lernen Sportler schon früh Werte wie Ehrlichkeit, Fairness und Respekt, verfügen zudem über ein hohes Maß an Selbstdisziplin und überdurchschnittliche Ausdauer, sind eigenverantwortlich und sehr zielstrebig. Deshalb auch werden sie nicht selten in Unternehmen anderen Bewerbern vorgezogen. 

Fairness aber auch Fähigkeiten richtig einzuschätzen, sind Eigenschaften, die nicht nur im Sport nachhaltigen Erfolg versprechen und in Teams ist die offene Kommunikation oberstes Gebot, wenn man Erfolge feiern will.  Das alles  muss man also bedenken.

Ein guter Ratgeber ist das Buch deshalb, weil alle Erkenntnisse anschaulich erläutert werden. Sich die Gebote einzuprägen,  halte ich für überaus wichtig. Umsetzen heißt dann natürlich immer noch,   learning by doing, aber eben nicht mehr ganz so ahnungslos. 

Empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann könne Sie das Buch direkt beim Verlag ordern:
http://www.delius-klasing.de/buecher/10+Gebote%2C+um+Abst%C3%BCrze+zu+vermeiden.203386.html. Sie können es jedoch auch bei  Ihrem Buchhändler um die Ecke bestellen.

Rezension: Die Kreativitäts-AG – Wie man die unsichtbaren Kräfte überwindet, die echter Inspiration im Wege stehen- Ed Catmull

Autor dieses Werkes ist Ed Catmull. Er ist Mitbegründer von Pixar Animation Studios und President von Pixar Animation und Disney Animation. Catmull wurde vielfach geehrt für seine Leistungen im Bereich der Computeranimation. Gemeinsam mit der Journalistin Amy Wallace entstand dieses Buch, das zeigt, wie Führungskräfte mit ihrer Unsicherheit umgehen sollen und wie sich zerstörerische Kräfte überwinden lassen, die nicht wenigen Unternehmen große Probleme machen und offenbar zu beseitigen sind, wenn man Mitarbeitern mehr Freiheit gibt und damit auch Selbstverantwortung, anstelle ihre Kreativität durch extremes Kontrollverhalten zu untergraben.

Das Buch ist in vier große Teile untergliedert: 
Der Anfang 
Der Schutz des Neuen 
Aufbau und Erhalt 
Der Praxistest 

Die These des Buches lautet: "Es gibt viele Hindernisse für die Kreativität, und man kann aktive Schritte unternehmen, um den kreativen Prozess zu schützen." 

Der Autor hält viel von Vertrauen, das in die Mitarbeiter gesetzt werden soll und hält es für wichtig, dass sie sich mit allem befassen, was sie ängstigt. Führungskräfte müssen erkennen und akzeptieren, dass ihre Führungsmodelle falsch und unvollständig sein können und dass man nur dann eine Chance hat, Nichtwissen zu beseitigen, wenn man sich eingesteht, dass man nicht allwissend ist. 

Catmull weiß wie man Gruppen befähigt, gemeinsam etwas Bedeutendes zu schaffen und sie vor zerstörerischen Kräften schützt, die, wie er bekundet, selbst in den stärksten Firmen lauern. 

Das Buch erörtert Fragen wie etwa,  was das Wesentliche an der Ehrlichkeit sei. Weshalb es so schwer ist, offen zu sein in Firmen und auch wie man gemeinsam dort entspannt über Ängste nachdenken kann.

Fehler geschehen. Man sollte sie zulassen, so das Credo  Catmulls. Alles ist korrigierbar und diese Möglichkeit gilt es Mitarbeitern einzuräumen. Aufgabe des Managers sei es nicht, Risiken zu verhindern, sondern Fähigkeiten aufzubauen, sich wieder davon zu erholen. Sich an das zu klammern, was funktioniert sei falsch, auch sich vor Veränderungen zu fürchten. Das eigene Rollenbild in punkto Erfolg muss insofern überdacht werden.

Man müsse sich mehr mit dem Verborgenen befassen. Es sei Offenheit, Sicherheit, Recherchen, auch die gesunde Selbsteinschätzung, sowie der Schutz des Neuen mit dem man sich Unbekanntem stellen und Ängste minimieren könne.

Es gehe darum, Perspektiven zu erweitern und vor allem darum, alle vom Wissen profitieren zu lassen. Herrschaftswissen ist kontraproduktiv, kluge Menschen wissen das schon  seit Ewigkeiten.  

Eine Reihe sehr guter Überlegungen zum Management kreativer Unternehmenskulturen macht klar, was notwendig ist, um ein kreatives Unternehmen aufzubauen: Bei Mitarbeitern mehr auf das Potential als auf die momentanen Fähigkeiten schauen. Ängste der Mitarbeiter minimieren, Standpunkte anderer gelten lassen usw, im Grunde alles tun, was die Vernunft jeder gescheiten Führungskraft schon lange sagen müsste. Leider aber sind die Persönlichkeitsdefizite oft so groß, dass Vernunft und damit Kreativität in Firmen kaum eine Chance haben. 

Empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Hanser-Verlag und können das Buch bestellen:http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Die+Kreativitaets+AG/9783446436725. Sie können es aber auch beim Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Das Prinzip Selbstverantwortung- Wege zur Motivation- Reinhard K. Sprenger

Autor dieses Buches ist Dr. Reinhard K. Sprenger. Er ist Philosoph sowie profiliertester Managementberater und Führungsexperte Deutschlands, zu dessen Kunden fast alle DAX 100- Unternehmen und zahlreiche internationale Konzerne zählen. 

Sein Buch mit dem Titel "Das Prinzip Selbstverantwortung- Wege zur Motivation" beginnt er mit einem Zitat von George Bernhard Shaw. Das lässt  nicht nur Betriebswirte aufhorchen.

Wie Sprenger in seiner Einleitung schreibt, möchte er nachstehende Fragen beantworten: 

Was kann ich tun, damit Mitarbeiter Verantwortung übernehmen? 

Wie setze ich das Potential meiner Mitarbeiter frei? 

Wie schaffe ich ein Unternehmen, in das die Mitarbeiter morgens gerne kommen? 

Wie vielen Ratgebern zu entnehmen ist, erfährt man auch in diesem, dass nicht wenige Mitarbeiter abgetaucht sind und durch jahrelange Entmündigung Verantwortung für sich, ihre Motivation und Leistung verlernt haben. Dem Autor geht es um das Bewusstsein, mit dem Menschen ihre Arbeit tun, konkret geht es ihm um Engagement,  um Initiative und um das Gefühl mit dem, was man beruflich tut, im Einklang zu stehen. Dabei hat er das Individuum in Fokus. 

Sein Buch untergliedert er in das 

-Philosophische Hauptstück

und das

-Pragmatische Hauptstück.

Im philosophischen Hauptstück legt er die geistigen Grundlagen für Selbstverantwortung, Selbstmotivation und Selbstverpflichtung. Hier wendet er sich an alle, unabhängig von ihrem hierarchischen Rang. 

Es geht um drei Säulen der Selbstverantwortung: 

Wählen (Autonomie)
Wollen (Initiative) 
Antworten (Kreativität) 

Dabei muss man wissen, dass man immer die grundsätzliche Freiheit der Wahl hat. Man kann sich für Verantwortung entscheiden und hat damit diese gewählt. Mit der Wahl ist man verantwortlich für diese Wahl und hat die Konsequenzen zu tragen, auch dann, wenn man unbewusst wählt. Über Konsequenzen zu klagen, zerstöre das Selbstwertgefühl. 

Wollen im Zusammenhang mit Selbstbestimmung bedeutet auch, sich für Veränderungen einzusetzen, die uns im Arbeitsalltag stören. Querdenker in Firmen beweisen, dass sie eigenverantwortlich denken und demonstrieren Loyalität, wenn sie durch konstruktive Kritik und Handeln zur Verbesserung von Ergebnissen beitragen wollen. 

Der Autor  zeigt, dass man sich seine Angst genau anschauen soll, wenn man bemerkt, dass man in einem Unternehmen positive Veränderungen nicht umsetzen kann, weil systemisch alles blockiert ist. Zu bleiben heißt, seine Handlungsfreiheit aufzugeben, zu gehen, bedeutet Angst zu überwinden und endlich das zu tun, was wir wollen. 

Nach Auffassung Sprengers kann man es sich nicht leisten, den Job den man nicht liebt, zu behalten, weil ein solches Verhalten krank macht. Krank macht ein Umfeld, dass Selbstverantwortung untersagt, denn es entfremdet uns vom täglichen Tun. 

Ich stimme Sprenger zu, was Disziplin und Konzentration anbelangt und auch wenn er schreibt, wer nur sein Ziel im Kopf habe verkrampfe. Es ist nicht neu, muss aber immer wieder betont werden, dass die Freude an der unmittelbaren Erfahrung, Individuen zu Kreativität und ungewöhnlichen Leistungen antreibt. 

Ich möchte den Inhalt des Buches nicht runterbeten, obschon jede Zeile es verdient hätte. Sprenger sieht die Gefahren der Entfremdung der Arbeit, die letztlich egal nun auf welcher Hierarchieebene die Bereitschaft zur Selbstverantwortung aushebelt. Jede Form von Hierarchie sabotiert die Bereitschaft zur Selbstverantwortung und führt zum Wegdelegieren von Entscheidungen. Am Ende entscheidet dann keiner mehr.  Das führt zu Misserfolg.

Sprenger will weg vom Leithammel, dass lässt er zu Beginn seines 2. Hauptstückes bereits durchblicken. Das Führungsziel heißt: Selbstverantwortung. Sehr lobenswert. Das setzt nach meiner Ansicht eines aber voraus, dass der alte Leithammel kein Narzisst ist und Klugheit anderer als Bereicherung sieht. Ansonsten kann man es vergessen und geht besser.

Ich teile mit dem Autor in allen Punkten die Meinung aufgrund von eigenen jahrzehntelangen Beobachtungen und stimme natürlich gerne zu, wenn  Sprenger konstatiert, dass Führung letztlich Beziehung heißt und halte es auch für wichtig, in Mitarbeitern den Menschen zu erkennen. 

Die Erkenntnisse aus ethischen Betrachtungen diverser Philosophen setzt Sprenger sehr klug praktisch um und tischt sie gewissermaßen mundgerecht den Führungskräften auf, die dann häppchenweise lernen, wie man sinnstiftender mit Mitarbeitern arbeiten kann und zwar so, dass die Betriebsergebnisse  einfach besser sind.

Zur Selbstverantwortung führen, heißt Belohnung und Bestrafung vermeiden, heißt auch nicht abzuwerten etc. und heisst vor allem auch glaubwürdig zu sein.  Sich all das bewusst zu machen, ist ein guter Schritt, um Selbstverantwortung aller  zu erreichen. Dann ist  unpatriarchliches Handeln angesagt. 

Ein gutes Buch eines klugen Autors, der sein Wissen sinnvoll weitergibt, nämlich praxisorientiert. 

Empfehlenswert.

Helga König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Campus-Verlag und können das buch bestellen.http://www.campus.de/buecher-campus-verlag/business/personalmanagement/das_prinzip_selbstverantwortung-9673.html. Sie können es aber auch direkt bei  Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Mit #Diplomatie zum Ziel- Wie gute Beziehungen Ihr Leben leichter machen -#Stéphane_Etrillard- GABAL

Dies ist das zweite Buch von Stéphane Etrillard, das ich auf "Buch, Kultur und Lifestyle" rezensiere. Der charmante Autor ist internationaler Keynote Speaker und zählt zu den besten Wirtschaftstrainern und Coaches in Europa. 

Im vorliegenden Buch "Mit Diplomatie zum Ziel" vermittelt, wie auf dem Buchdeckel zusammenfassend zu lesen ist, Stéphane Etrillard mit anschaulichen Beispielen, wie wir unser diplomatisches Geschick im Alltag verbessern können, welche sozialen Kompetenzen dafür notwendig sind und wie sich Diplomatie ganz konkret in unserem Verhalten und in unserer Sprache ausdrückt. 

Das Buch ist in 22 Kapitel gegliedert. Gleich zu Beginn erfährt man, was man ursprünglich unter Diplomatie verstanden hat, nämlich "die Pflege der Beziehungen zwischen Staaten durch Verhandlungen und die dabei angewandten Methoden". Wie qualifiziert Diplomaten noch heute sein müssen, bleibt nicht unerwähnt und es wird nicht grundlos darauf hingewiesen, dass potentielle Diplomaten psychologische Eignungstests durchlaufen müssen, um überhaupt in das engere Auswahlverfahren zu gelangen. 

Damit der Leser einen Eindruck davon erhält, welche Prinzipien eine Gesprächsführung als diplomatisch kennzeichnen, kann man sich in solche zunächst vertiefen, bevor man sich u.a. kundig machen kann, wie Feindbilder entstehen als auch weshalb damit einhergehender dauerhaften Ärger Arbeitsabläufe, den Zeitplan, das Privatleben sowie die Gesundheit durcheinander bringt und die Lebensfreude minimiert. 

Wodurch zeichnen sich gute Beziehungen aus und weshalb schenken Beziehungsnetze Sicherheit? Die Antworten auf solche Fragen können sehr bereichernd sein, vor allem, wenn man sie als Anleitung für eine tragfähigere Kommunikation begreift. 

Es stimmt, ein Netzwerk muss nicht nur aufgebaut, sondern auch organisiert und erhalten werden. Dies setzt ein Geben und Nehmen voraus, das sich die Waage halten sollte, weil Einseitigkeit zum Abbruch der Beziehungen führt. 

Wer Einfühlungsvermögen besitzt, hat weniger Probleme in der Kommunikation. Grund genug, sich dieses Themas anzunehmen und sich die fünf wesentlichen Punkte der emotionalen Intelligenz genauer anzuschauen. Der Autor listet diese Punkte auf, stellt auch Überlegungen in puncto Toleranz an und verdeutlicht Wahrnehmungsfehler, die den Blick auf Menschen in unserer Umgebung verzerren. 

Wer gute Beziehungen anstrebt, sollte sich, so Etrillard, um Glaubwürdigkeit bemühen und philosophiert deshalb auch über diese essentielle Tugend, bevor zwanzig Tipps für eine glaubwürdige Kommunikation darauf warten, studiert zu werden. Jeder einzelne Tipp wird seitens des Autors näher erörtert, so etwa der wichtige Satz "Kommunizieren Sie widerspruchsfrei!" oder ein anderer "Bleiben Sie authentisch!" 

Im Rahmen der Betrachtung von diplomatischen Verhaltensmustern wird auch auf Zurückhaltung näher eingegangen und das Phänomen der Selbstdarstellung überdacht. Wo sind hier Grenzen angesagt? Auch darüber gilt es nachzudenken. 

Etrillard verdeutlicht u.a. Haltungen, die die Chance eines konstruktiven Gesprächs erhöhen. Ein wichtiges Instrument ist hierbei das aktive Zuhören. Dieses aktive Zuhören hilft letztlich auch dabei, einen Konfrontationskurs zu meiden, Kooperationsbereitschaft an den Tag zu legen und glaubhaft Wertschätzung zu dokumentieren.

Der Autor macht klar, wie man sich am Sinnvollsten diplomatisch ausdrückt und hier auch, dass man besser auf Floskeln, Füllwörter und Abschwächungen verzichtet, sich dem Klang der eigenen Stimme bewusst wird und der Körpersprache. Hier beleuchtet Etrillard Wissenswertes im Hinblick auf Mimik, Gestik und Haltung und macht dem Leser bewusst, dass die Körpersprache ein wahrlich elementarer Bestandteil unserer Kommunikation darstellt, mittels der nicht selten bewirkt wird, dass großes Ungemach auf den Weg gebracht wird. 

Es ist natürlich nicht möglich, im Zuge dieser Rezension auf alle Tipps des Autors einzugehen. Besonders wichtig  erachte ich aber Kapitel 11, das den Titel "Erfolgreiche Verhandlungen kennen keine Verlierer" trägt. Hier kann man sich u.a. drei wichtige Grundsätze für Verhandlungen bewusst machen und des Weiteren auch, dass Win-win-Situationen zu nachhaltigen Verhandlungsergebnissen und verlässlichen Absprachen führen. Wer glaubt, einen anderen verbal besiegen zu müssen, hat bei diesem Gedanken bereits verloren. 

Bedeutsam sind die Prinzipien einer Gewinner-Gewinner-Verhandlung.  Auf diese geht der Autor sehr gut ein und vergisst auch nicht zu erwähnen, dass es stets ratsam ist, in schwierigen Verhandlungen bzw. Gesprächen Verbündete zu haben. 

Sehr gut sind die Tipps, was man tun sollte, wenn der Verhandlungspartner nicht mitspielt. "Sich nicht provozieren lassen" und "gezielt nachfragen", das muss man sich merken, aber auch alles andere zu diesem Thema, um gewappnet zu sein, so etwa bei persönlichen Angriffen. 

Gezeigt wird wie man Eskalationen vermeidet und positive Gefühle maximiert. Wichtig ist, sich all das bewusst zu machen, um die Chance für ein gutes Gespräch ohne emotionale Verwicklungen nicht zu verlieren. Klare Grenzen muss man ziehen und sich bewusst machen, dass unfaires Verhalten in einer guten Beziehung tabu ist. Wenn man bemerkt, dass der Verhandlungspartner anders tickt, sind Grenzen angesagt. 

Gefallen haben mir auch die Überlegungen im Hinblick auf Charakterstärken von Diplomaten. Hier werden Integrität und Verbindlichkeit hervorgehoben. Verantwortungsbewusstsein und Verantwortungsbereitschaft sind ebenso wichtig wie Geradlinigkeit im Umgang mit anderen. Das sehe ich ähnlich, besonders weil ich schon oft beobachtet habe, dass ansonsten nur verbrannte Erde übrig bleibt. 

Hervorragend auch beschrieben ist das sensible Beziehungsgeflecht in Unternehmen. Hier wird darauf hingewiesen, wie sehr Konkurrenz Kooperation verhindert und wie wichtig eine wirklich gute Beziehung zwischen Mitarbeitern und Chef ist, wenn man erkannt hat, dass man gemeinsam an einem Strang ziehen muss, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen. 

Gezeigt wird wie Missverständnisse entstehen. Es wird auch eine Reihe von Ursachen genannt und darauf hingewiesen wie Botschaften zu Gesprächskillern werden. 12 Kommunikationssperren sind aufgelistet, die man sich bewusst machen sollte, um nicht in Gefahr zu laufen, sie spontan einzusetzen, ohne sich der möglichen Folgen klar zu sein. 

Kapitel 17 ist von ganz großer Bedeutung, hier nämlich geht es um verhärtete Fronten, genauer um den Umgang mit ernsthaften Konflikten. Man erhält nicht nur eine Vorstellung davon, wie man Konflikten vorbeugt, sondern man erfährt auch, was die häufigsten Konfliktursachen sind.

Ich erwähne nicht grundlos einige: Ungerechtigkeiten, Intransparenz, fehlende Wertschätzung, Ignoranz, Lügen und Beleidigungen. Konflikte sind immer teuer. Wie Etrillard schreibt, entsteht der Wirtschaft jährlich ein Schaden von bis zu 10,5 Millarden Euro durch Konflikte dieser Art beginnend mit Demotivation und endend mit Sabotage. 

Nicht uninteressant ist deshalb die Thematisierung von Konfliktlösungsgesprächen, auch von Kritikgesprächen und schlussendlich von Kommunikation in einer subjektiv empfundenen Ausweglosigkeit. Wenn ein Problem als ausweglos empfunden wird, ist ein negativer Verlauf einer Krise wahrscheinlich, werden hingegen Lösungen gesucht, ist die Krise häufig nichts anderes als der Wendepunkt zum Guten. 

Gezeigt wird wie man in Unternehmen aber auch privat Krisen kommuniziert und auf diese Weise gemeinsam nach Lösungswegen sucht. 

All dies ist überaus erhellend und sehr hilfreich.

Stéphane Etrillard, der Experte für "persönliche Souveränität" beendet seinen exzellenten Ratgeber mit Tipps, wie man mit kleinen Gesten die Beziehung pflegt. Alles spricht dafür, die Leistung eines anderen neidlos anzuerkennen. 

Deshalb sollte man nachstehendes Mantra mindestens einmal am Tag verbalisieren: "Ich finde Dich gut und schätze, was Du tust"  und mit dieser Grundhaltung  mit Verhandlungspartnern auf Augenhöhe kommunizieren.

Ein Buch, das jeder lesen sollte, denn es schenkt eine Fülle von Erkenntnissen,

Empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum GABAL-Verlag und können das Buch bestellen https://www.gabal-verlag.de/buch/mit_diplomatie_zum_ziel/9783869364735. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordenr.

Rezension: #Smalltalk- Die Kunst des stilvollen Mitredens- #Alexander_von_Schönburg

Autor dieses kurzweilig zu lesenden und dabei brillant geschriebenen Buches ist Alexander von Schönburg, der mit "Smalltalk- Die Kunst des stillvollen Mitredens" ein Werk vorgelegt hat, das mich an Texte von Oscar Wilde, aber auch an solche von Gregor von Rezzori erinnert, allerdings weniger vom Inhalt her als von der Geisteshaltung.

"Smalltalk" ist witzig sowie leichtfüßig zugleich geschrieben und zeugt von einer bemerkenswerten Allgemein-bildung des Autors. 

Die fokussierte Königsdisziplin der Konversation hat in Deutschland wie von Schönburg schreibt, einen schlechten Ruf. Dabei könnte die Ursache darin liegen, dass Smalltalk sich speziell die hierzulande beliebte Rechthaberei verbietet. Insofern ist der gehobene Smalltalk eine Kulturtechnik, die bei uns erst einmal erlernt werden muss. Ein nicht einfaches Unterfangen...

Der Autor untergliedert seine Themen in: 
Pauschalthemen 
Jokerthemen 
Die Chloroformthemen 

Was im Rahmen dieser Themen geboten wird, dient nicht dazu, abgekupfert zu werden, sondern ausschließlich zur persönlichen Erbauung, genauer, es dient dem Vergnügen,  einem hinreißend gewitzten und gebildeten Plauderer viel Aufmerksamkeit zu schenken, weil er es versteht, keine Sekunde zu langweilen. 

Alle Themen im Buch beweisen, dass es beim Smalltalk um das entspannte Beleuchten eines Themas geht, ohne dabei wirklich Position zu beziehen. Eigentlich ist es wurscht, worüber man plaudert, wichtig ist, dass man seine Zuhörer auf hohem Niveau unterhält  bzw. amüsiert. 

Wer nicht langweilen möchte, sollte im Rahmen seiner Plaudereien Bonmots einstreuen. Das allerdings erfordert Intelligenz mit einer gewissen Schlagfertigkeit. Davon besitzt der Autor unverschämt viel. 

Er plaudert bei seinen Pauschalthemen, wo im Grunde jeder mitreden kann, über das Internet, Moderne Kunst, über das Essen, Luxushotels etc. und immer wieder freut man sich, wie geschickt von Schönburg sich dezent in Szene setzt und dokumentiert, dass er vor allem eines ist: ein Connaisseur.

Besonders gut gefallen haben mir die eingestreuten Anekdoten, so etwa von seinen Begegnungen mit dem Börsenguru Kostolanyi. Dabei habe ich, wie bei vielen anderen Geschichten im Buch, mir verboten zu hinterfragen, ob es Erlebnisberichte oder bloßes Storrytelling ist, womit  von Schönburg aufwartet. Das nämlich ist für mich als Leser nicht so wichtig. Von Bedeutung ist, dass  der Smalltalk, fasziniert. Schließlich will man den Autor ja nicht heiraten. 

Alexander von Schönburg hat zu jedem Thema, über das er kurzweilig plaudert, sich kundig gemacht und betont dies zum Schluss auch. Damit verdeutlicht er, dass kultivierter Smalltalk nichts mit inhaltslosem Geschwätz gemeinsam hat, sondern als taugliches Mittel von aufgeweckten, gebildeten und dabei gänzlich unverkrampften Menschen zur gemeinsamen, heiteren Erbauung vielschichtig eingesetzt werden kann. 

Obschon ich Themeninhalte hier nicht breittreten werde, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich mit besonderem Vergnügen, von Schönburgs Betrachtungen zu "Jagd" gelesen habe. Sie sind brillant geschrieben und zugleich eine liebevolle Hommage an den Vater des Autors, bei der er ein spitzbübisches, ganz dezentes Augenzwinkern nicht verkneifen kann. 

Wunderbar auch ist die Betrachtung "Das Faz-Feuilleton". Ich erlaube mir daraus zitieren: "Es gibt kein unverbindlicheres Smalltalk-Terrain als das FAZ- Feuilleton. Den neuesten Aufsatz von Minkmar oder Seidl drauf zu haben, ist die sicherste Methode, um die Teilnahmeberechtigung am intellektuellen Geschnatter dieses Landes zu demonstrieren. Das FAZ-Feuilleton ist der zuverlässigste Futterlieferant für niveauvollen Smalltalk. Alle wichtigen Themen der Gegenwart, weit über das rein Kulturelle hinaus, ob Politik, Wetter oder Wirtschaft, ob Naturwissenschaft oder Klatsch- alles fließt ins Feuilleton ein, geistreich gedeutet von den scharfsinnigsten Autoren des Landes. Erhöht wurde der Mythos des FAZ-Feuilletons durch den viel zu frühen Tod von Frank Schirrmacher, seiner prägenden Gestalt.“ (S.224) 

Dem ist dann wohl nichts mehr hinzuzufügen. Endlich ist alles klar... 

Der Autor erteilt zum Schluss des Buches eine Vielzahl von Ratschlägen, die zu lesen, ebenfalls Vergnügen bereiten. 

Was lehrt das Buch? Hier hat man es mit einem fabelhaften Autor zu tun, der  durch seinen subtilen  Esprit besticht und von dem man hofft, das dies noch nicht sein letztes Buch gewesen ist. 

Eine wirklich gelungene Publikation. Empfehlenswert für alle, die Esprit zu schätzen wissen. 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu Rowohlt und können das Buch bestellen: http://www.rowohlt.de/buch/Alexander_von_Schoenburg_Smalltalk.3126210.html. Sie können es aber auch bei ihrem Buchhändler um die Ecke odern.

Rezension: Die Dynamik der #Kreativität -Anna Maria Kalcher, Karin Lauermann

Die Herausgeberinnen dieses spannend zu lesenden Buches sind Mag. Dr. Ann Maria Kalcher und Prof. Mag Dr. Karin Lauermann. Die beiden Damen auch haben das Vorwort  mit dem Titel "Die Dynamik der Kreativität" verfasst. 

Wikipedia definiert: "Kreativität ist allgemein die Fähigkeit etwas vorher nicht da gewesenes, originelles und beständiges Neues zu kreieren. Mit dieser Definition im Hinterkopf habe ich das Buch zu lesen begonnen." 

Kalcher/ Lauermann gehen davon aus, dass Kreativität handwerkliches Können, Anstrengungsbereitschaft und Risikofreude voraussetze und bei kreativem Denken und Handeln originelle Problemlösungen, Denkleistungen bzw. das Finden und Herstellen neuer Ideen oder Produkte im Blickfeld stehen. Wer Kreativität begreifen möchte, muss sie in ihrer Multikausalität betrachten. 

Im vorliegenden Band hat man Gelegenheit Beiträge von neun Expertinnen und Experten zum Thema Kreativität zu lesen und kann auf diese Weise  gut nachvollziehen, dass immer dann, wenn Kreativität erkannt und geschätzt wird, auch Originalität, Individualität und Toleranz sowie Anerkennung wachsen können. 

Über die Autoren der einzelnen Textbeiträge erfährt man auf den letzten Seiten des Buches Näheres. Der erste Beitrag stammt übrigens  von Prof. Dr. Markus Hengstschläger, dessen Buch "Die Macht der Gene" ich vor einigen Jahren gelesen und auch rezensiert habe. Sein Text trägt den Titel "Individualität als Erfolgsmotor" und  thematisiert, weshalb Individualität als höchstes Gut anzustreben ist und welchen Beitrag Bildungsinstitutionen zur Förderung individueller Talente zu leisten vermögen. 

Es führt zu weit im Rahmen der Rezension auf alle Beiträge näher einzugehen. Wer sich einen schnellen Überblick verschaffen möchte, kann,  bevor er sich in einzelne Texte vertieft, kann jeweils vorab die Zusammenfassung lesen. Besonders spannend fand ich den Beitrag von der Philosophin und Glücksforscherin Ute Lauterbach mit dem Titel "Sich losreißen und sich entwerfen". 

Hier geht es um schöpferische Pausen, um das Innehalten und Nachsinnen, um auf diese Weise die Quellen der Kreativität stets aufs Neue zu finden.  

Dies ist ein bemerkenswertes Buch, das ich gerne weiterempfehle, weil es gute Anregungen zur Kreativitätsförderung im pädagogischen Kontext vermittelt.

Bitte klicken Sie zum  Verlag, dort können sie das Buch bestellen:http://www.pustet.at/. Sie können es aber auch bei Ihren Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Vom Gehorsam zur Freiheit

Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und, ganz gewiss an jedem Tag." (Dietrich Bonhoeffer)

Der Theologe und Publizist Ferdinand Schlingensiepen hat einige der Persönlichkeiten aus dem Widerstand gegen Hitler und sein totalitäres Regime persönlich gekannt.

Dieser Autor zeigt in den sechs Kurzbiografien, in welcher Weise mutige Menschen Widerstand gegen das NS- Regime leisteten. Porträtiert werden Sophie Scholl, Adam von Trott zu Solz, Helmuth James Graf von Moltke, Harald Pölchau, George Bell, Dietrich Bonhoeffer

Wie der Theologe festhält, gibt es bei diesen Persönlichkeiten trotz unterschiedlicher Motivation, unterschiedlichem Denken und auch unterschiedlicher Vorgehensweise eine Gemeinsamkeit und diese beruht in einer christlichen Grundorientierung, die sich in tief empfundener Nächstenliebe offenbart.

Es ist mehr als nur wahrscheinlich, dass die Zivilcourage dieser Menschen auf ihrem Glauben basierte. Für denkbar halte ich dies deshalb, weil derjenige, der es mit der christlichen Nächstenliebe Ernst nimmt, auch Mut entwickelt, diese zu leben. In Zeiten totalitärer Regime erfordert Nächstenliebe mitunter große Zivilcourage, wie sie nur Menschen aufbringen, die zu wirklicher Anteilnahme fähig sind.

Ich möchte die Kurzbiografien nun nicht verkürzt darstellen. Sondern ich empfehle diese Biographien in Schulen, aber auch in Familien zu lesen und zu diskutieren. Wie Schlingensiepen so zutreffend bemerkt, haben die beschriebenen Menschen sich der Wirklichkeit ihrer Zeit ausgesetzt und das Böse in ihr erkannt und bekämpft. Genau darin besteht ihr bleibendes Vorbild und obschon diese Vorbilder aus der dunkelsten Epoche unserer Geschichte uns auf Fragen im Hier und Heute vielleicht keine Antwort geben können, zeigen sie uns doch, mit welcher Haltung man in schwersten Krisen ein Mensch bleiben kann, der sich der Vorteile und damit nicht selten des verlockenden Bösen wegen keinesfalls verbiegen lässt.

 Empfehlenswert.

Helga König

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Rezension: Geschwister- Susann Sitzler- Klett Cotta

Die Autorin Susanne Sitzler befasst sich in ihrem Buch mit einem interessanten Thema, nämlich dem der Geschwister. Dabei untergliedert sie ihr Werk in fünf Teile:

Was Geschwister sind 
Wobei Geschwister stören 
Wo man Geschwister herbekommt 
Wie man Geschwister loswird 
Warum Geschwister gut sind 

Sie schreibt, wenn Psychologen über Geschwister sprechen oder Journalisten darüber schreiben, dann stünde im Hinblick auf Geschwisterreflektionen zumeist die Beziehung im Vordergrund und damit die Lernmöglichkeiten, die Unbedingtheit der Zusammengehörigkeit, aber auch die Nachhaltigkeit der Verbindung. 

Wie die Autorin meint, lernen wir mit Geschwistern nicht das Teilen, sondern vielmehr das Verhandeln. Mit Geschwistern wird ferner das Schwindeln und Lügen eingeübt, um auf diese Weise Vorteile zu erlangen. In diesem Zusammenhang schließlich lernen Kinder die Grenzen ihres Handelns kennen. 

Wer Geschwister hat, erfährt schon früh, was Gerechtigkeit heißt, auch was Edelmut und Großherzigkeit bedeutet. Eifersucht und Rivalität zählen zu den Erfahrungen, die man mit Geschwistern machen kann, Zuneigung und Verbundenheit kommen erst später und sind nach Sitzler keine Selbstverständlichkeit. 

Offenbar gibt es im Konkurrenzuniversum einer Familie auch Nischen und diese dienen der Abgrenzung. 

Geschwister vermögen tiefer und gezielter als alle anderen Menschen verletzen und das nicht selten ein Leben lang. Nicht alle Verletzungen geschehen absichtslos. Mitunter gibt es Geschwisterbeziehungen, in denen von Beginn an eine extreme Schieflage erkennbar ist. Dies ist dann der Fall, wenn aufgrund bestimmter Umstände ein Kind mehr Zuwendung als andere bekommt. 

Interessant, dass mit Geschwisterhass zumeist Brüderhass gemeint ist, schreibt die Autorin. Dies hängt mit der patriarchalischen Tradition zusammen, auf der viele Kulturen basieren. 

Das Buch liest sich spannend, auch für Einzelkinder, die dadurch eine Welt begreifen lernen, die ihnen verschlossen blieb. Ich will die einzelnen Themen des Buches hier nicht in Kurzform abhandeln, sondern es bei diesen essentiellen Gedanken der Autorin belassen 

Die Geschwistergeschichten, die man hier nachlesen kann, sind lehrreich und zeigen mir als Einzelkind, dass man es schwerer hat, sich in der Welt zurecht zu finden, wenn man ohne Geschwister aufgewachsen ist, weil man viele Behauptungsstrategien einfach nicht erlernt hat und zunächst viel zu arglos auf Menschen zugeht.

Als Kind glaubte ich  an die gute Beziehung zwischen  Geschwistern und meinte diese bei Freunden, Cousins und Cousinen im Hinblick auf ihre Geschwister zu sehen. Mein Bruder starb im Alter von 11 Monaten als ich noch keine drei Jahre alt war. Ich empfand sein frühes Sterben  immer als großen Verlust, hielt mich stets gerne dort auf, wo Geschwister zuhause waren und empfand das Spielen dort als Idylle.

Heute Jahrzehnte später bin ich einfach nur noch entsetzt, dass fast alle Geschwister, die ich kenne, sich wegen Erbstreitigkeiten in die Haare bekommen haben und frage mich, ob dies der Zeitgeist ist oder normales Verhalten zwischen Geschwistern? Ich bin überzeugt, es ist der Zeitgeist, der von absoluter Habsucht geprägt ist. 

Empfehlenswert.

Helga König

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Rezension: #Träume- Stefan Klein- S.Fischer-Verlage

Dr. Stefan Klein ist Wissenschaftsautor, der Physik und analytische Philosophie studiert und mit einer Arbeit über theoretische Biophysik promoviert hat. Sein neues Buch trägt den Titel  "Träume – Eine Reise in unsere Wirklichkeit"

Der Autor stellt seinem Werk ein Frage Leonardo da Vincis voran, die ich hier zitieren möchte: 

"Warum sieht das Auge
 Im Traum klarer 
 Als die Vorstellung wachend?“ 

Nach einen kurzen Einleitung versucht Klein, diese Frage umfassend zu beantworten. Dabei verdeutlicht er sogleich, dass man mit Träumen mehr Zeit als mit jeder anderen Tätigkeit zubringt, weil Schlaf ein gutes Drittel unseres Lebens ausfüllt. Dennoch bleiben uns die wenigsten Träume im Gedächtnis. 

Der Autor unterteilt sein Buch in drei große Abschnitte 

Was Träume sind 
Was Träume über uns sagen 
Wie Träume unser Leben verändern

Schon die vorsokratischen griechischen Philosophen aber auch alle traditionellen Kulturen bis heute sind davon überzeugt, dass unsere Seele tagsüber mit unserem Körper verbunden ist, im Schlaf und nach dem Tode jedoch ihre eignen Wege geht. Die älteste Erklärung für die Bilder in der Nacht sei, dass höhere Mächte sie den Menschen eingeben. Heute weiß man, dass wir nachts Aspekte unserer Lebensgeschichte erfahren und auf Ideen kommen können, die sich uns im Wachleben entziehen. Zudem zeigen Träume wie Bilder, Erinnerungen und Gedanken überhaupt in unseren Köpfen entstehen. Insofern ist es uns im Traum möglich, zuzusehen, wie unser Geist funktioniert. 

Man erfährt wie die Wissenschaft Träume greifbar macht und in diesem Zusammenhang, dass man mit dem Wort "Traum" drei unterschiedliche Phänomene bezeichnet. 

1. Die Erinnerung an ein Erleben im Schlaf 
2. Das innere Erleben selbst 
3. Wie Träume unser Leben verändern

Traumartige Zustände während des Tages wurden lange nicht beachtet. Träumen, Tagträumen und scheinbares Nichtstun aber sind lebensnotwendig. Die Gründe hierfür werden im Buch sehr gut erläutert. 

Bestimmte Muster des Schlafs bestimmen offenbar unsere Träume, auch darüber erfährt man Wissenswertes und zudem, dass im Schlaf das limbische System die Kontrolle übernommen hat und wir deshalb in einen archaischen Zustand zurückfallen. Weil unser Gehirn im REM-Schlaf (was man darunter zu verstehen hat, wird im Buch genau erläutert)  mit den Hormonen Serotonin und Noradrenalin geizt, erleben Träumer einen Sturm der Gefühle und Szenen jenseits aller Vernunft und taumeln "durch Szenen voller Angst und Aggression.“ 

Grundsätzlich sind Träume weit mehr als nur der verzerrte Widerschein des Wachlebens, für den wir sie in der Regel halten. Sie offenbaren uns, welche Vorstellungen unser Gehirn hervorbringt, sobald es "vom Dauerfeuer der Sinne verschont bleibt". 

Wie Klein konstatiert, sind Träume ein Spiel mit den Möglichkeiten. Wir durchwandern in ihnen eine von uns selbst konstruierte Wirklichkeit, die wir anschließend in der Außenwelt suchen. Träume sind auch Zeitreisen, denn im Schlaf ist es möglich, Monate, Jahre oft Jahrzehnte zurückzugehen. Unsere nächtlichen Erlebnisse schenken uns einen unverstellten Blick in die tieferen Schichten des Bewusstseins, auf jene Prozesse, die gewissermaßen unter der Benutzeroberfläche ablaufen, erläutert Stefan Klein, der auch verdeutlicht, wer im Traum wir eigentlich sind und weshalb wir bei Nacht mehr erleben als am Tage. 

Der Autor äußert sich auch zum Bewusstsein, das verschiedene Schichten besitze. Dabei sei in den einfachen Träumen des frühen Tiefschlafs das Ich-Empfinden verschwunden und man könne nur Farben, Licht und andere elementare Eindrücke wahrnehmen, selten ein vereinzeltes Bild oder versprengte Gedanken. Obschon man nicht das Gefühl hat als Person anwesend zu sein. 

Man lernt während man schläft. Nicht nur die Fähigkeiten erweitern sich, sondern auch der Charakter. Interessant ist es, dass wir unsere Träume zu lenken vermögen, dabei müssen wir den sogenannten Traumkörper als Teil unserer selbst verstehen. 

Kafka gilt als großer Träumer. Er hat, wie Klein schreibt, mehr als 60 Aufzeichnungen von Erlebnissen im oder an der Grenze vom Schlaf erhalten. Einige seiner Traumtexte illustrierte er auch. Offenbar lassen sich nicht wenige Künstler von ihren Träumen inspirieren. Klein erwähnt Dürer, aber auch McCartney, der die Melodie von "Yesterday" erstmals im Traum hörte und sie morgens aufnotierte. Zwischen Kreativität und Traum gibt es einen Zusammenhang, der im Buch deutlich wird.

Gedeihen kann kreatives Denken am besten zwischen Träumen und Wachen und zwar, sobald ungezügelte Fantasie auf zumindest ansatzweise kritisches Bewusstsein trifft. Dies ist der Zustand, wo originelle oder auch taugliche Ideen entstehen. 

In seinem Epilog resümiert Klein, dass Träume die Welt verändern und insofern die Macht besitzen, unserem Leben eine neue Wendung zu geben. Das hängt damit zusammen, dass Träume die Leitmotive unseres Lebens verkörpern. 

Der Autor hat auf den letzten Seiten einen Gedanken Fernando Pessoas einem Kapitel vorangestellt, den ich  jetzt zum Ende der Rezension zitieren möchte, weil er auf wunderbare Weise, die wesentliche Aussage des Buches zusammenfasst. 

"Und so, wie ich träume
Denke ich auch nach, wenn 
Ich will, es ist nur eine andere
Art des Träumens." 

Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Rezension: #Vom_Aufstieg_und_anderen_Niederlagen- #Giovanni_di_Lorenzo- #Kiepenheuer&Witsch

Dieses bemerkenswerte Buch enthält zwanzig Interviews, die Giovanni di Lorenzo (#Chefredakteur der #ZEIT) im Laufe der vergangenen 33 Jahre mit namhaften Persönlichkeiten geführt hat. Ihm macht es stets eine besondere Freude "in einem Gespräch eine Spannung aufzubauen, einen Moment der Authentizität einzufangen, im besten Falle auch eine Überraschung, im Guten wie im Schlechten." 

Im Vorwort merkt der Journalist an, dass in Fernsehinterviews der persönliche Eindruck  von der Person auf dem Bildschirm zumeist wichtiger sei als die Aussagen selbst. Di Lorenzo schreibt auch über Besonderheiten bei Interviews in den Printmedien und verschweigt keineswegs die Kürzungen der Gesprächsinhalte dort, die ich selbst für problematisch erachte und auf "Buch, Kultur und Lifestyle" generell nicht vornehme und zwar der Authentizität wegen. 

Di Lorenzo führt seine #Interviews am liebsten alleine, weil er eine Grundstimmung benötigt, die ohne das Mitwirken von Kollegen besser herzustellen sei. Nicht selten lasse dann ein falsch interpretierter Satz ein Gespräch kippen. Di Lorenzo formuliert seine Sätze nicht vor, sondern agiert  mittels auf Karteikärtchen festgehaltenen Stichpunkten, lässt sich insofern vor Ort auf die Persönlichkeit des Gesprächspartners ein und entwickelt auf diese Weise einen Dialog auf gleicher Augenhöhe. 

Aus den zahlreichen Gesprächen, die der Journalist führte, hat er 20 Interviews ausgesucht, die man im Buch in umgekehrt chronologischer Reihenfolge abgedruckt vorfindet. Das jüngste Interview aus dem Jahre 2014 hat di Lorenzo mit Renate Lasker-Harpprecht geführt, die Auschwitz und Bergen-Belsen überlebte. 

Bei Interviews im Buch wartet der Autor stets mit einigen klärenden Eingangsworten auf, um sich dann auf den Gesprächspartner einzulassen und ihn zu öffnen. Dieses Öffnen gelingt di Lorenzo vortrefflich. Er findet immer die richtigen Worte und beeindruckt durch eine bemerkenswert subtile Gesprächsführung, bei der es ihm stets gelingt, sich als Person vollständig zurückzunehmen. Dieses Verhalten setzt Seelen-Adel voraus. 

Dieser Tage las ich nicht ohne Grund erneut das Interview mit Armin_Mueller_Stahl, dessen Arbeiten auf Papier derzeit in Überlingen in der Galerie Schumacher zu besichtigen sind. Da ich den wunderbaren Katalog zur Ausstellung gerade rezensiert habe, interessierte mich das Gespräch mit dem vielseitigen Schauspieler, Maler, Musiker und Dichter besonders. Lorenzo hat es aufgrund seiner intelligenten Fragen geschafft, deutlich zu machen, dass man es bei Armin-Müller-Stahl mit einem sehr reflektierten, vor allem aber weltoffenen Menschen zu tun hat, der um die deutsche Enge weiß und um den typisch deutschen Neid, den man anderen Orts in dieser Form nicht kennt. 

Di Lorenzos Gesprächspartner im Buch sind: Renate Lasker-Harpprecht, Armin Müller-Stahl, Helmut Dietl, Joachim Gauck, Karl-Theodor Guttenberg. Monica Lierhaus, Margot Käßmann, Anne-Sophie Mutter, Halil Andie, Helmut Schmidt, Boris Becker, Angela Merkel, Giovanni Trapattoni, Rudolf Augstein, Petra Kelly, Hans-Jürgen Wischnewski, Silvio Berlusconi, Toni Negri und Sergio Corbucci. 

Wie gehen Menschen mit Höhen und Tiefen in ihrem Leben um? Auf diese Frage findet man im Buch gute Antworten, die über das Gesagte, wenn man alles zusammenfasst, hinausgehen. Dass dies möglich ist, ist gewiss Giovanni di Lorenzos getroffener Auswahl zu verdanken, aber auch  dem gedanklichen Tiefgang der Gespräche, den er durch seine Fragen vorgibt. 

1993 interviewte di Lorenzo Rudolf Augstein. In diesem Interview fand ich eine Frage und eine Antwort, die ich hier zitieren möchte, weil ich sie als eine letzte Botschaft des großen und dabei weitsichtigen Journalisten an uns alle begreife: 

Giovanni di Lorenzo: "Sind die Menschen unfähig, ihr eigenes Überleben zu organisieren?" 

Rudolf Augstein: "Die bisherigen Erfahrungen deuten darauf hin, dass sie dazu unfähig sind. Wenn es so weitergeht wie bisher, wird die Menschheit nicht mehr lange überlebensfähig sein." 

Das Buch empfehle ich sehr gerne, weil es Bewusstsein bildet im Hinblick auf den ewigen Wandel der Zeitläufte, dem man sich nicht entziehen kann.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum  Verlag Kiepenheuer&Witsch und können das buch bestellen: http://www.kiwi-verlag.de/buch/vom-aufstieg-und-anderen-niederlagen/978-3-462-04710-3/. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: "#Nüchtern"- Daniel Schreiber- #Hanser_Berlin

Daniel Schreiber, der Autor dieses bemerkenswerten Buches ist 1977 geboren. Vor 7 Jahren begeisterte mich seine exzellente Biographie über Susan Sontag ("Geist und Glamour").  Deshalb auch wollte ich wissen, wie er das nicht unproblematische Thema "Trinkerei" anpackt.

Im vorliegenden, sehr persönlich verfassten Essay schreibt er über seine Erfahrungen als Alkoholiker. Für dieses Buch hat er sich, wie man seinem Literaturverzeichnis entnehmen kann, ein umfangreiches Faktenwissen angeeignet und dieses dann leichtfüßig in seinen Essay eingebracht. 

Ein moderater Umgang mit Wein, Sekt und auch Spirituosen ist Bestandteil unserer europäischen Kultur. Doch leider verliert ein gewisser Prozentsatz von Alkoholkonsumenten die Kontrolle über ihr Trinkverhalten mit entsprechend unerfreulichen Begleiterscheinungen. Wer nicht in die Abhängigkeit dieser Droge geraten möchte, sollte sich, bevor er Selbsthilfegruppen nötig hat, mit dem Phänomen der Trunksucht auseinander setzen.

Wann beginnt sie und wodurch kann sie aufgelöst werden? Schreiber wog zu Zeiten seines Alkoholismus 125 Kilo und damit 40 mehr als heute. Er besuchte 2-3-mal in der Woche die Psychoanalyse, trank stets, auch alleine zu Hause, weil nur dies ihn entspannte.  Seiner Sucht versuchte er ein Ende zu bereiten, indem er seinen Alkohlkonsum gezielt einschränkte, trank allerdings entgegen seinem Wollen nach einem halben Jahr mehr als zuvor. 

Der Autor schreibt davon, dass Trunksucht zu charakterlichen Regressionen führe, das Realitätsgefühl sich massiv verändere, krude Phantasien und Tagträume zur Normalität eines Trinkers gehörten, der zwischen Grandiosität und Selbstmitleid, zwischen Allmachts- und Opferphantasien schwanke. Erschütternde Momente reiner Dunkelheit erforderten eine enorme Kraft, diese abzuschütteln. 

Nicht verwunderlich ist, dass zukünftig Abhängige in einem sozialen Umfeld aufwachsen, in dem Betrunkenheit unter Erwachsenen toleriert wird. Auch ermittelt werden konnte, dass in dem Kreis der Anfälligen schon früh Probleme der Bindungsfähigkeit, Angstzustände, Aggressionen und Aufschub von Bedürfnisbefriedigung eine Rolle gespielt haben. 

Trotz all diesem aber gäbe es keinen letzten psychologischen Grund für das Trinken. Entsprechend gelte der Satz: "Der Trinker trinkt, weil er abhängig ist."

Der Autor befasst sich mit der Selbsttäuschung in Bezug auf Alkoholkonsum und verdeutlicht diese auch. Alkoholprobleme werden wie Schreiber festhält, großflächig verleugnet, intellektualisiert und ästhetisiert. Kaum irgendwo wird so viel getrunken wie in Deutschland. Der Pro-Kopf-Konsum an reinem Alkohol liegt bei uns bei 12,1 Liter, weltweit im Durchschnitt jedoch bei 6 Litern. Insofern wundert es nicht, dass bei uns mehr Menschen an Leberzirrhosen sterben als bei Verkehrsunfällen. 74 000 Menschen sterben in Deutschland an den Folgen von extremem Alkohol und nur 10% der Alkoholiker begeben sich in medizinische, psychiatrische oder eine anderweitige Behandlung. 

Schreiber bekundet sehr offen seine Erfahrungen in Selbsthilfegruppen, deren Besuch eine Übung in der Auseinandersetzung mit dem eigenen alkoholkranken Stolz sei. 

Zügelloses Trinken verändert einen Menschen völlig. Daniel Schreiber unterstreicht: "Es hält die Phantasien des Egos aufrecht und hilft dabei, die Realität so weit auszublenden, dass man sie ohne größere Schwierigkeiten der Phantasie anpassen kann. In diesem Sinn ist es ein großer narzisstischer Motor"

Alles ist eine Frage vom vernünftigen Maß. Wer nicht maßhalten kann, sollte nach meiner Meinung auf Alkohol und andere Mittel (z.B. Nikotin oder Zucker), die süchtig machen können, besser völlig verzichten, sich immer wieder mit seiner Suchtanfälligkeit befassen und sich klar machen, dass ein Leben ohne Abhängigkeit Glück verheißt. 


Empfehlenswert.

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Rezension: Fragen an das Leben- Rolf #Dobelli- #Diogenes-Verlag

Der Autor Rolf Dobelli hat ein neues Buch vorgelegt. Es enthält eine Fülle von Fragen an das Leben und an sich selbst, die er suggeriert, noch nicht beantwortet zu haben. Viele der Fragen umfassen nicht mehr als 140 Zeichen und eignen sich damit vortrefflich als Twitterbotschaften. 

Alle Fragen - auch die komplexesten - sind zudem   bestens geeignet, sie auf Facebook seinem Freundeskreis kundzutun, um sich auf diese Weise  ein Bild zu machen, wie ähnlich oder unterschiedlich Antworten ausfallen können, eine nicht uninteressante Art übrigens, sich mit Meinungsvielfalt  vertraut zu machen. 

Seine Fragen hat Dobelli diversen Rubriken zugeordnet, die sich mit verschiedenen Themen befassen, so etwa Glück, Lebensstrategie, Denken, Bildung, Gefühle, das Gute und das Böse, Lebensfreude und der Tod. 

Die Idee mit keinen vorgefertigten Antworten aufzuwarten, sondern Leser zum Denken zu animieren gefällt mir sehr gut, weil  solche Denkangebote sich an mündige Leser wenden. Einige Fragen wirken zunächst ein wenig absurd, doch wenn man innehält und überlegt, weshalb Dobelli eigentlich formuliert: "Nennen Sie die Anzahl Hände, die Sie in Ihrem Leben geschüttelt haben. Ungefähre Angabe genügt", dann versteht man sehr bald den tieferen Sinn vieler seiner Frage. Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen und sollte sich als solches auch sinnvollerweise verhalten. Das funktioniert tatsächlich, wenn man sich der Nähe zu anderen bewusst wird.

Sehr gut in diesem Zusammenhang finde ich die Frage "Wie viel menschliche Wärme empfangen Sie, wie viel senden Sie aus und wie hat sich dieses Verhältnis im Lauf der Zeit entwickelt?" Fragen solcher Art dienen allesamt der Bewusstwerdung. 

Geht man Frage für Frage durch, stellt man fest, dass alle unbeantworteten Reflektionen, sich dazu eignen,  kleine Essays zu schreiben. Mir gefällt es, wenn der Autor leise an unsere Demut appelliert, in dem er beispielsweise fragt "Wie viele Gedanken waren bereits vorhanden, ehe sie sie erdachten?"

Je mehr ein Mensch gelesen und je mehr er sein Ego im Griff hat, umso rascher schweigt er hier betreten, um so mehr geht er in sich und gewinnt Bodenhaftung. 

Vielen von Dobellis Fragen befassen sich versteckt mit Toleranz, genauer, wollen zu dieser wie mir scheint ermutigen.

Eine vortreffliche Frage ist nach meiner Meinung nachstehende: "Was spricht gegen die Liebe? Nennen Sie die drei Haupteinwände?"

Diese Frage würde ich gerne 100 Managern aus Großbetrieben stellen, weil man durch die Antworten mehr als durch jeden ausführlichen Persönlichkeitstest über den Antwortenden in Erfahrung bringen kann. 

Alles in allem ein tolles Buch mit exzellenten lebensphilosophischen Fragestellungen. 

"Hätten Sie gern eine Welt, in der alles denkbar wäre?" Wir leben in einer solchen Welt, lieber Rolf Dobelli, doch es wäre gut, wenn nicht alles Denkbare umgesetzt werden kann, solange Größenwahnsinnge dadurch Unheil stiften können.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Diogenes-Verlag http://www.diogenes.de/leser/neuheiten/hardcover/alle/9783257069174/buch  und  können das Buch bestellen. Sie  können es jedoch auch  direkt beim Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Für ein #Leben in Fülle- #Simone_Langendörfer- Edition Forsbach

Die Autorin Simone Langendörfer ist Burnout-Expertin und Glücksforscherin. Sie zählt zum Kreis der Top-Rednerinnen und Management-Beraterinnen in Deutschland und hat das Mentaltraining "Self- Fulfilling- Management" in Deutschland, Österreich und der Schweiz etabliert. Die charmante Glücksforscherin, die auch im Fernsehen ihre Botschaften weitervermittelt, ist Verfasserin sehr hilfreicher Bücher, von denen ich einige gelesen habe, um mir einen Überblick zu verschaffen. Eines dieser Bücher möchte ich heute vorstellen. Es hat den schönen Titel "Für ein Leben in Fülle- So werden Sie Ihr eigener Glücksmanager"

Über das Glück haben schon viele kluge Autoren geschrieben, beispielsweise die antiken Philosophen Seneca und Epikur, aber auch der Nobelpreisträger Hermann Hesse, der Dalai Lama und der Philosoph Wilhelm Schmid. 

Liest man die Bücher der Glücksforscherin Simone Langendörfer, so wird klar, dass Glück in erster Linie bedeutet, im Einklang mit sich selbst zu leben. Tut man dies, so sind die äußeren Umstände in der Regel auch beglückend, weil das innere  Glück Menschen und Dinge anzieht, die für unser Wohlbefinden sehr zuträglich sind. 

Die Autorin hat ähnlich wie der von mir sehr geschätzte Eckart Tolle das Ego im Verdacht,   unser Glück zu sabotieren, indem es uns davon abhält,  ein sinnerfülltes Leben zu führen. Es ist also notwendig, einen Paradigmenwechsel vorzunehmen, so beispielsweise Kontrolle in Vertrauen umzuwandeln, um auf diese Weise Angst zu minimieren, denn Angst macht alles andere als glücklich. 

Erlernt werden sollte,  leicht und biegsam zu werden. Zunächst befasst sich Langendörfer mit unserer Ego-Persönlichkeitsstruktur und in diesem Zusammenhang mit alten Glaubenssätzen und Denkmustern. Diese gilt es neu zu reflektieren, um uns unserem wahren Selbst zu nähern und uns von der Ego-Persönlichkeitsstruktur zu lösen, weil  das Ego  uns in eine Abhängigkeit zieht, die der Ursprung allen Leids darstellt. 

Das wahre Selbst kennt keine Abhängigkeit, kann nicht enttäuscht werden und fühlt sich auch nicht minderwertig. Das wahre Selbst ist nicht, was es leistet, sondern es ist,  was es ist: Liebe in ihrer reinsten Form. 

Wie Langendörfer so zutreffend bemerkt, möchte das Ego uns einreden, dass andere Menschen Macht über unseren Wert haben. Das führt dazu, dass man Anerkennung von anderen haben möchte und man sich in der Folge so verhält wie andere uns gerne hätten. Auf diese Weise verliert man jedoch seine Einzigartigkeit und wird unglücklich. Das Ego erzeugt Dramen, Konflikte, Angst und Unsicherheit in Beziehungen, so die Autorin.  Dem stimme ich zu. 

Das Ego scheint ursächlich für alles Trennende auf dieser Welt zu sein, nicht zuletzt, weil es auf Gegensätze aufgebaut ist. Man erkennt es daran, dass es pausenlos als richtig und falsch, gut und schlecht, lohnend und nicht lohnend bewertet und urteilt. (Verbissene Verrisse-Schreiber sind in der Regel- so meine Beobachtung- extrem von einem überbordenden Ego getrieben. Den aufgeblasenen Egos geht es nicht um wertschätzen, sondern um abwerten und genau deshalb leben sich Dauernörgler und ewige Rechthaber diesbezüglich aus.) 

Wer glücklich sein will, muss lernen,  aus sich heraus zu handeln. Wie die Autorin versichert, liefert unserer wahres Selbst die nötigen Ideen, Einfälle und die Inspiration, die man braucht, um hervorragende Ergebnisse zu erzielen.

Langendörfer weist auf einzelne Egofallen hin, so etwa auf das schon angedeutete Phänomen des Bewertens und Beurteilens. Das Ego will immer Recht bekommen, auf diese Weise nämlich kann es wachsen und gedeihen und uns aber auch andere unglücklich machen. 

Zu den näher beschriebenen Ego-Fallen zählen des Weiteren Angst und die Illusion scheinbar in Fülle zu leben. Über das Resonanzgesetz, zu dem sich u.a. Dr. Dahlke sehr ausführlich geäußert hat, schreibt die Glücksforscherin ebenfalls und verdeutlicht, dass unser augenblickliches Ausstrahlen der Fülle oder des Mangels stets genau die äußeren Umstände anziehen, die mit ihnen harmonieren. Insofern wird eine Realität, die wir als Mangel registrieren, uns auch die Ergebnisse bereithalten, die uns diesen Mangel dokumentieren.

Man erfährt in der Folge Wissenswertes über ein Leben im Mangel und hier auch, dass unser Mangeldenken den Ego-Emotionen Schuld, Angst und Aggression entspricht. Anhand einer sinnvollen Übung lernt man dem Mangeldenken auf die Spur zu kommen, bevor man mit dem Paradigmenwechsel konfrontiert wird, der "Ein Leben in Fülle" heißt. 

Wie man ein Füllebewusstsein entwickelt,  kommt auch zur Sprache und es wird klar, dass es das Ego ist, das genau dies zu verhindern sucht. Wer sich von seinem Ego verabschiedet und dem wahren Selbst zuwendet, erwirbt eine neue Lebensqualität, in der die Fülle und nicht der Mangel dominieren und zu unserem Glück beitragen. 

Die Autorin erläutert wie "Self-Fullfilling Management" wirkt, das ich eingangs bereits erwähnte. Dabei sollte man wissen, dass es der Steigerung der Lebensqualität, der Lebensfreude und dem Leben dient, das der eignen Bestimmung folgt. 

Wendet man die im Buch erläuterte  Strategie an,  minimiert sich die Ego-Persönlichkeit und man beginnt in der Fülle zu leben, die wie Langendörfer so schön schreibt, die reine Freude verkörpert. 

Ihre Tipps für jeden Tag überzeugen, sie zu befolgen, macht wirklich glücklicher. Auch ihre sechs Tipps für das tägliche Business lohnt es, nicht nur zu lesen, sondern auch umzusetzen. Einfach ausprobieren und abwarten, was geschieht. 

Sehr empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen sie zum Shop von Simone Langendörfer und können das Buch bestellen:http://www.simone-langendoerfer.de/profil/produkte. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.