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Rezension:Der perfekte Verführer: Wie Sie garantiert jede Frau erobern (Broschiert)

Der Autor hat sich viele Gedanken darüber gemacht, wie man(n) die Aura eines Alpha-Männchens entwickeln kann und sich auf diese Weise die Grundvorraussetzung dafür erwirbt, an Frauen, dazu noch schönen ,anzudocken. Oliver Kuhn hat keine Kosten und Mühen gescheut, um sich zum perfekten Verführer ausbilden zu lassen, so wie andere die Fertigkeiten erwerben um Pilot eines Kampfflugzeuges zu werden oder dergleichen. Kein einfaches Unterfangen, offenbar! Da Männer, insbesondere jüngere, alle zweiundfünfzig Sekunden an Sex denken, müssen sie sich in der restlich verbleibenden Zeit schlaue Strategien überlegen, wie sie überhaupt zu Sex mit Frauen, - natürlich mit möglichst vielen bildhübschen-, kommen können.

Männer sind generell polygam , wie alle Welt weiß! Frauen sind es nicht. Sie warten auf den weißen Ritter, gewissermaßen auf das beste aller Alpha-Männchen, um diesem dann, nach vollzogenem Beischlaf, mitzuteilen , dass es der tollste Liebhaber aller Zeiten ist, wohl wissend , dass dies ihrem Alpha-Männchen de luxe erneuten Auftrieb verleiht. Männer stecken in der Regel voller Ängste. Sie wagen sich nicht Frauen anzusprechen oder gar mit ihnen locker zu flirten. Den Jungs fehlt einfach der Mumm.

Der gute Kuhn hilft Ihnen, meine Herren, Ihre Hasenherzigkeit in puncto Anmache zu überwinden. Er ist ganz auf Ihrer Seite. Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie ein anderer sein, ein Mann von dem alle Frauen träumen und schweißgebadet aus einem solchen Traum ( nicht Albtraum, nein, nein) erwachen.
Er lehrt sie die Körpersprache des Alphamannes nachzuahmen, Ihre Stimme und Ihr Aussehen zu optimieren, denn mittlerweile wissen Sie, dass Frauen sich wünschen, dass Männer freundlich, fürsorglich, warm, potent und dominant rüberkommen sollen. Ein Spagat ist also angesagt. Besagtes werden sie nach diesem Training locker hinlegen.

Wenn von Geburt an Ihr Zeigefinger länger ist als ihr Ringfinger, dann haben sie gegenüber anderen Kuhn-Schülern einen Vorteil. Ihr Testoteronwert ist idealer. Ihnen ist es in die Wiege gelegt , dass sie weniger treu sind als andere polygame Männer. Sie sind gewissermaßen determinierter, damit auch exkulpierter als der Rest. Aber machen Sie sich jetzt bitte über diese Testo-Sondergeschichte keine großen Gedanken,das verunsichert bloß. Ihr Hauptaugenmerk muss- das ist jetzt wirklich oberwichtig!!!!- darauf liegen, wie sie Charisma entwickeln, denn dies ist das Ergebnis der vorbehaltlosen Wandlung zum Alphamännchen!!!!

Wenn schwache Männer dann an Ihnen innere Ruhe, instinktive Zielstrebigkeit, Kompromislosigkeit, Eloquenz, Offenheit, Unnahbarkeit, Abenteuerlust und Widersprüchlichkeit ausloten( gemeint ist bei letzt genannter Eigenschaft sowohl gütig als auch grausam, sowohl zärtlich als auch brutal zu sein- genau das lieben Frauen nämlich wie wild-) ,dann können sie mit Ihrem eigentlichen Projekt beginnen. Von da an wird fokussiert.

Kuhn lehrt sie , wie man Frauen anspricht. Erkärt Ihnen detailliert , was Sie sagen sollen und was besser nicht( das können sie dann ruhig auswendig lernen) und bauen auf diese Weise allmählich die Attraktivität auf, die die Mädels dazu bringt, emotional ja zu ihnen zu sagen und spätestens sieben Stunden später mit Ihnen das Laken zu teilen. Wirklich hochinteressant sind die Gesprächsinhalte, die der eloquente Kuhn seinen Schülern mit auf den Weg gibt.

Ein Flirtforscher der Uni Wien hat herausgefunden, dass der häufigste Fehler von Männern, darin zu suchen ist, dass sie gar nicht mit Frauen reden. Der zweithäufigste besteht darin , dass sie pausenlos schwafeln. Frauen mögen es nicht, wenn Männer humorlos, banal und oberflächlich und unkonzentriert sind, sowie ständig nur über sich selbst reden. ( Das kann ich soweit bestätigen.) Männer, die hier nicht dazulernen (das sagt Kuhn natürlich nicht) aber man meint es zwischen den Zeilen zu lesen, müssen sich auch zukünftig primär selbst befriedigen, wenn sie Sex haben wollen oder sich zur Askese zwingen.

Wenn Sie erst mal eine schöne Frau dazu gebracht haben, diese wirklich zu erheitern , haben sie große Chancen von einer weniger schönen Frauen in deren Nähe als vermeintliches Alphamännchen ins Bett gezerrt zu werden. Dann aber müssen Sie sich entschieden weigern. Ein Alphamännchen bestimmt selbst, was mit ihm und seinen Körperteilen geschieht.
Lassen Sie sich also nicht verführen, perfekte Verführer verführen selbst!!!!

Ein tolles Buch. Ich bin wirklich beeindruckt!

Rezension:Männer verstehen. Wie frau das seltsame Wesen durchschaut (Broschiert)

Gottlob wurde dieses Buch von einem Mann verfasst. Es wundert mich, dass Peter Lückemeier nach der Veröffentlichung von " Männer verstehen " von seinen Geschlechtsgenossen nicht in einen Sack gesteckt und in den Main geworfen worden ist. Sollten die Jungs gutmütiger sein als man gemeinhin glaubt? Ich weiß nicht....

Lückemeier - ein echter Frauenversteher- hat begriffen, dass wir weder Männer, die fies, traditionalistisch, schweigsam, noch solche, die aufreißerisch sind, wirklich brauchen. Wir wollen auch keine Scherzkekse, Verdrücker, keinen betrogenen Ex, keinen Computertrottel, keinen heimlichen Alki und keinen Tuner. Was wir uns wünschen sind nette Männer mit positiver Persönlichkeit. Peter Lückemeier scheint ein Mann dieser Art zu sein. Ein plietscher Intellektueller, ein echter Frauenliebling, der weiß wie er sich in die Herzen von uns Frauen schreibt.

Recht hat der Autor, wenn er festhält, dass Frauen sich selten in ihren Macht- und Verfügungsphantasien gekränkt fühlen, wenn sie mal zufällig im Stau stehen. Männer sind da ganz anders gestrickt. Was eine Frau wissen sollte: Männer lieben Kompetenz. Nirgendwo ist das besser zu beobachten als im Baumarkt. Dort nämlich herrscht " schiere Wissensüberlegenheit". Dort lassen sich Männer testen, lassen sich abkanzeln, unterwerfen sich bedingungslos, solange sie nur spüren, dass ein anderer kompetenter ist. Welche Schlüsse zieht eine Frau aus diesen Beobachtungen? Schmunzel.

An zahlreichen Beispielen macht der Autor deutlich, dass der Lärm, mit dem Männer auf sich aufmerksam machen, ihrer Selbstvergrößerung, ihrer Selbstvergewisserung, der Abschreckung auch dem nonverbalen, aber lauten Liebeswerben dient. Schuld an allem ist letztlich das Testosteron. Je mehr ein Mann davon hat, umso häufiger geht er übrigens fremd und umso häufiger streitet er sich. Viele Arten von schlechten Manieren dienen, so Lückemeier, auf unterschiedliche Weise dem Zweck der Selbsterhöhung. Gewisse Männer wollen dokumentieren, dass sie Alphatiere (Leittiere), dass sie große Bestimmer sind.

Wer mehr über Männer wissen möchte, sollte sich deshalb in folgenden Satz des Autors vertiefen:" Wird der einst so strahlende, charismatische und machtbewusste Vorstandschef vom Aufsichtsrat entmachtet, distanzieren sich in der Regel als Erste diejenigen von ihm , die sich zuvor in seinem Gedärm aufs Häuslichste eingerichtet haben. So radikal sie sich vom einst Machtvollen abwenden, so flink bieten sie sich in Unterwerfungsgesten dem neuen Machthaber an." Männer und ihr hierarchisches Verhalten werden von einer Frau immer wieder mit großer Neugierde beobachtet, wenn sie begreifen möchte, wieso es für Jungs so erstrebenswert ist zu einem Alphatier zu mutieren.

Das Credo der männlichen Alphatiere lautet: " Du bleibst nur so lange das Alpha-Tier, wie du den Beta- und Gamma-Tieren beweist, dass du sie totbeißen kannst." Aha. Soso. Wir Frauen müssen demnach Mitleid mit Alphatieren haben. Diese stehen nämlich im Dauerstress und leiden nicht selten an der Phobie plötzlich Beißhemmungen zu bekommen. Das ist nicht Lückemeiers Meinung, sondern meine. Der Autor schreckt nicht davor zurück Simone de Beauvoir (1908-1986) zu zitieren: " Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist" und stellt fest, dass der Inhalt des Zitats nichts an seiner Richtigkeit eingebüsst hat. Dem möchte ich soweit zustimmen.

Interessant auch dies: " Männer reagieren nahezu automatisch auf Frauen, die Interesse zeigen. Es sind keineswegs die schönsten Mädels, sondern die mit den meisten Flirtsignalen, die den Motor bei Männern anspringen lassen." Schrägstellen des Kopfes, ein Lächeln und Hair-Flip lassen den Eindruck entstehen, dass eine Frau Interesse zeigt. Genau das brauchen die Jungs augenscheinlich. In Ordnung, wenn das so ist, dann schenken wir es ihnen halt großzügig. Der Autor thematisiert auch den Mann beim Spiel, zeigt wie er beim Sport " das ganz Dschungel-Imponier-Repertoire runterhampelt " und lässt sich zur Beziehungstodesangst des alten Adams aus.

Auch erfährt man, wieso er bei der heraufziehenden 50 nach einer Geliebten Ausschau hält, (was nicht heißt, dass er eine findet). " Der jüngere Mann hat eine Geliebte, weil er Ergänzungs-Sex sucht. Der Ältere will seine Jugend zurück. " In die Jahre gekommene Männer bekommen Panik, denken an Schnabeltasse und Tod, wenn sie die 50 überschritten haben. Sie hoffen bei jungen Frauen auf Erlösung und finden diese nicht selten im Herzinfarkt. ( So meine Beobachtung.) Lückemeier erklärt uns Mädels , worauf wir beim ersten Besuch bei einem Mann achten sollten. Die 10- Punkte-Liste sollten wir akribisch abarbeiten. Mütter sollten ihren Töchtern die Liste an die Hand geben. Sie ist wirklich wohlüberlegt und hilft " Nieten " im Vorfeld gleich auszusortieren. Immer wieder mahnt Lückemeier einen Mann in der Probephase genau zu beobachten. Wer dieses tut, erspart sich eine Menge Ärger. Das glaube ich dem Autor aufs Wort.

Gerade während des Essens sollte man sein männliches Gegenüber genau anschauen. Zwischen Ess- und Sexualverhalten gibt es Parallelen. " Schlinger und Fresser werden sich beim Sex keine Zeit lassen, bei Männern, die jeden Bissen genießen und dabei auch mal den Koch loben, besteht durchaus die Chance auf ein genussvolleres Beisammensein." Der Autor informiert bestens über den Mann in allen Lebenssituationen , verdeutlicht die Demarkationslinie der wahren Macht in einer Partnerschaft, erklärt wieso Adam ungern über seine Gefühle spricht und wieso er beim Sex ein Urmensch geblieben ist.

Urmensch ist er übrigens auch beim Grillen, deshalb auch sieht er beispielweise in " Heilbuttfilets " auf dem Grill ein verschärftes Mädchenprogramm, mit dem ihn eine kreative Gefährtin wirklich verärgern kann.
Man liest von der Zeigefreudigkeit der Männer, wenn es um ihren Besitz geht und erhält hierfür auch die Begründung. Ferner lernt man zu begreifen, wieso ein Mann in einer schönen Frau eine Trophäe sieht und weshalb er einen solchen Kult um sein bestes Stück treibt. Männer lieben es nicht, wenn man diesbezüglich Späßchen macht. Merken Sie sich das, meine Damen.

Auch über seine Neigung zur Eifersucht und über seine Lust an der Hierarchie liest man wahrlich Erhellendes. Für uns Frauen wird dieser Hierarchieirrsinn immer ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Die Vergleichssucht der Jungs aber spiegelt sich in ausgetüfftelten Hierarchie-Abstufungen, die von Männern erfunden wurden und in denen Frauen eigentlich nichts zu suchen haben, wie die meisten Männer meinen. Seite über Seite wird immer klarer: Männer sind von einem anderen Stern. Wer sie begreifen möchte, sollte Lückemeier lesen. Er muss es ja wissen, schließlich ist er keine Frau.

Liebe Männer, Peter Lückemeier hat keine verbalen Beißhemmungen. Sie sollten sich ihm nur mit Vorsicht nähern.

Rezension: Der neue Mann von Welt- Helmut A. Ganstere

Männer wollen in dieser Welt offenbar alles sein: in erster Linie perfekte Verführer, das verdeutlichen die Verkaufszahlen von Oliver Kuhns gleichnamigem Buch, zudem natürlich Macher, Geldschneider, Mächtige, Welteroberer, wie die täglichen Nachrichten unmissverständlich klarmachen. Eine kleine Minderheit, das sind die mit dem größten Anspruch an sich selbst, möchten Gentlemen werden. Martin Scherer hat sich vor einigen Jahren zu dieser Spezies sehr gut in einem Buch geäußert. Dieser vor langer Zeit ausgestorbenen Art ähnelt " der neue Mann von Welt " kurz neuer MVW genannt, den Helmut A. Gansterer in seinem Buch näher definiert.
Gleich vorab: geldgierige Banker und ungebildete Ignoranten haben keine Chance neue MVW zu werden, es sei den sie arbeiten massiv an sich und verändern ihr gesamtes Weltbild und Verhalten. Das setzt voraus, dass sie erkennen, dass es wirklich erstrebenswert ist dem neuen Männerideal zu entsprechen und es ihnen schließlich einen Vorteil verschafft, nämlich den sich einfach wohler in der eigenen Haut zu fühlen. Kein einfaches Unterfangen. Erkenntnissprozesse sind leider zumeist langwierig....

Der Autor hebt hervor, dass unter allen Fähigkeiten, die man dem neuen MVW grausam abverlangt, die Bildung am meisten hervorsticht. In der Prioritätsliste liegt sie gleichauf mit der Herzensbildung und ist weitaus wichtiger noch als Eleganz, Geschmack und gutes Benehmen, die aber zur Abrundung des Idealbildes nicht ohne Bedeutung sind. Der neue MVW in der Wirtschaft besitzt natürliche Autorität, ist fachlich unangreifbar, ein neugieriger, wagemutiger Wegweiser, psychologisch selbstkritisch und selbstbewusst, respektvoll gegenüber allen Mitarbeitern, Geschäftpartnern und der Umwelt. Er bewahrt dank seiner Innovations-Ideen die Arbeitsplätze, die normalerweise durch Kostendruck und Produktivitätsfortschritt verloren gehen und setzt sich stets als Langfrist-Stratege gegen die Kurzfrist-Gier der Aktionäre durch.

Der neue MVW kennt keinen Geiz. Er ist großzügig. Ihm sind die Zusammenhänge von gesunder Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft klar. Er überdenkt Statussymbole und bleibt sein Leben lang neugierig, wissend das das Neue notwendig ist, wenn die Menschheit weiterleben will. Der Autor erwähnt Sir Peter Ustinov, der dem Ideal nah und doch kein Schnittmuster ist.

Selbstironisch, frei von jeder Koketterie und charismatisch sollte der neue MVW sein und er sollte wissen , dass Reisen das Entdecken ist, dass alle Unrecht haben, mit dem was sie über andere Länder denken und dass das Reisen zu uns selbst zurückführt. Stubenhocker werden niemals neue MVW werden. Ohne Frage.

Ein MVW ist kein Label-Model, er kleidet sich dezent und trägt immer nur das Beste, weil er weiß, dass das Beste am langlebigsten ist. Ein solcher Mann achtet immer auf gute Schuhe und Socken und gibt sich niemals als Ulknudel. Er spendet großzügig für gute Zwecke, befasst sich mit Kunst und würdigt elegante Weine als unverzichtbaren Teil der Hochkultur. Er ist freundlich, gelassen und kann zuhören, mit einem Wort er ist ganz wunderbar.

Noch gibt es den neuen MVW nur als Ideal, doch wenn erst einmal Gansterers Buch ( gottlob wurde es von keiner Frau verfasst) von einem Großteil der Männer verschlungen worden ist, werden wir besseren Zeiten, nein paradiesischen Zuständen entgegengehen. Wissen wir doch wie ehrgeizig der alte Adam ist und ahnen, dass er alles daran setzen wird auch dieses Mal göttergleich zu werden. Man hat den Jungs im Laufe der Jahrtausende immer wieder neue Götter vorgesetzt und stets aufs Neue begannen sie danach zu streben dem präsentierten Männerbild gerecht zu werden, natürlich weit entfernt sich wie die Maus im Rad zu verhalten.

Huldigen wir also dem neuen Ideal, es ist nicht das schlechteste.

Empfehlenswert.