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Naturmedizin und Schulmedizin- Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer- S. Fischer

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer hat mit diesem Buch allen, die sich einen Überblick über Volkskrankheiten verschaffen möchten, ein sehr gutes Nachschlagwerk an die Hand gegeben, das man nicht erst dann lesen sollte, wenn man von einem solchen Leiden geplagt wird. 

Der Mediziner hat einen ganzheitlichen Ansatz, d.h. er begreift Körper, Seele und Geist als Einheit. Zudem zählt er nicht zu den Schulmedizinern, die das Wissen der Naturheilkunde verteufeln, sondern bindet es in seine Überlegungen und Empfehlungen ein. 

In seinem Buch beschreibt er Volksleiden wie Husten, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, Grippe, Lungenentzündung, auch Asthma, Arteriosklerose, Venenentzündungen, Angina pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gastritis, Hexenschuss, Bandscheibenvorfall, etc, etc. Neben einer Vielzahl körperlicher Leiden, beschreibt er zudem psychische Volkskrankheiten wie Stress, Burn-Out und Depression, Angststörungen, aber auch Demenz und wie man all diesen Leiden bis zu einem gewissen Grad vorbeugen kann. 

Das Werk sollte m.E. nicht in die Hände von HypochonderInnen gelangen, weil diese ihr Umfeld dann  mit ihren Befindlichkeiten kirre machen, wohl aber von allen gelesen werden, die ihr Gesundheitsbewusstsein vertiefen wollen. Nicht wenigen Krankheiten kann durch gesunde, ausgewogene Ernährung und Bewegung vorgebeugt werden, so auch der Osteoporose, die nicht zuletzt durch Zucker, im Übermaß genossen, vorangetrieben wird. 

Zucker, Weißmehl und gesättigte Fettsäuren zu vermeiden, scheint ein kluger Weg zu sein, um viele, der im Buch detailliert beschriebenen Volkskrankheiten zu vermeiden. Wer dazu noch viel Obst und Gemüse zu sich nimmt, nicht raucht und keinen Alkohol konsumiert, sich zudem in der frischen Luft bewegt, dürfte recht gut gewappnet sein, um selbst im fortgeschrittenen Alter diversen Volkskrankheiten die kalte Schulter zu zeigen und nicht  obligatorisch auf einem OP-Tisch zu landen, um ein neues Ersatzteil eingebaut zu bekommen. 

Maximal empfehlenswert. 

Helga König

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Rezension: Selbstheilungskräfte, Quellen der Gesundheit und Lebensqualität- Josef Ulrich-aethera


Der Kunsttherapeut und Psychoonkologe Josef Ulrich befasst sich in diesem Buch mit den Quellen der Gesundheit und Lebensqualität. Der Autor möchte mit seinem Werk die Leser zu einem "gesundem Denken" führen. Hierbei empfiehlt er drei "Wegbegleiter", mittels denen man die Heilkräfte unterstützen und erschließen kann. Genannt und erläutert werden: Der gesunde Menschenverstand, die Offenheit und der innere Arzt. 

Ausgiebig reflektiert und beschreibt er positive, stärkende Gedanken, schreibt über Placeboforschung, die Einstellung gegenüber Medikamenten seitens eines Patienten aber auch über die Beziehung zu sich selbst. Sich bestimmter Fragen bewusst zu werden, die der Autor im Buch kurz anreißt, verlangt Zeit und Ruhe für Selbstbegegnung, Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis. Aufbauende Tätigkeiten und positive Menschen mit Humor helfen dabei, das Immunsystem zu stabilisieren. Gezeigt wird, wie man aus dem Hamsterrad seiner Gedanken entkommen kann, den eingeschränkten Blickwinkel aufgibt und innere Zwänge hinter sich lässt. 

Zur Sprache gebracht wird die heilende Kraft in uns und es wird dem Leser bewusst gemacht, dass jeder das Potential der Entwicklung zum Gesunden in sich trägt. Wenn Gedanken eine Wirklichkeit erschaffen können, dann ist es möglich, dass unser Geist einen gesunden Körper bauen kann, indem man durch positive Gedanken  beispielsweise das Immunsystem stärkt, so der Autor. 

Josef Ulrich verdeutlicht, dass man Krankheit auch als Chance begreifen kann und wohl auch sollte, um sein Denken und Leben anders zu gestalten. Dann ist da zudem die Heilkraft der Liebe, die im Zusammenhang mit dem Gesundwerden eine wichtige Rolle spielt, denn vor allem die Selbstliebe ist mit der Selbstheilungskraft eng verbunden. Deshalb sollte man sich die Frage stellen, ob man achtsam mit sich umgeht und auch wie man für sich gut sorgen kann. Im kranken Zustand geht es dann zudem darum, die Krankheit zu akzeptieren und dabei nicht zu resignieren. 

Immer wieder stellt der Autor Fragen, motiviert zum Innehalten und Nachdenken, reflektiert auch Authentizität und Autonomie als Gesundheitspotential und hilft, dass Kranke zum Gestalter einer positiven gesundheitlichen Veränderung werden. Man müsse sich erlauben, schwach sein zu dürfen und um Hilfe zu bitten, soll sich selbst näher kommen und den Sinn der Krankheit erkennen. Auch geht es darum, mit dem Thema Schuld und mit der eigenen Angst umzugehen. Dabei ist es sinnvoll in Zeiten der Ungewissheit von einem guten Verlauf der Dinge auszugehen. Es sei das Vertrauen, das die Angst heile. 

Josef Ulrich zeigt Möglichkeiten des Umgangs mit der Angst auf und in der Folge auch, wie man Vertrauen fasst. Wie man mit Wut, Groll und Hass umzugehen lernt, ist auch ein Thema. Es geht darum, Erlebtes zu verarbeiten und sich solcher Gefühle zu entziehen, die negativ auf unser Leben wirken. Wut und Hass seien bindende Kräfte in uns. Wenn man sie nicht zu überwinden versucht, stehen diese Kräfte nicht für den Heilungsprozess zur Verfügung. Insofern ist es wichtig, sich selbst und anderen zu verzeihen, um seinen inneren Frieden zu finden. 

Josef Ulrich zeigt, wie man innere Widerstände überwindet. Mit Unsicherheit, Ungewissheit und Herzensgewissheit umgeht und anerkennt, dass es stets Heilungspotentiale gibt. Wer sich für das Leben entscheidet, sollte sich klar darüber werden, was ihn mit dem Leben verbindet und den Lebenswillen auch in scheinbar ausweglosen Situationen aufrechterhalten. 

Mut zum Sein und Vertrauen ins Werden kann man lernen. Wie das möglich ist, zeigt uns dieses wunderbare Buch, das ich allen wärmstens ans Herz lege, nicht nur Kranken, sondern auch Angehörigen und Freunden von Menschen, denen es derzeit gesundheitlich nicht so gut geht. 

Maximal empfehlenswert. 

Helga König 

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